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Thesen zur Zukunft des alpinen Skisports

Thesen zur Zukunft des alpinen Skisports

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Ein immer heißes Thema im heimischen Tourismus ist der Skisport sowie die Zukunft der Skigebiete und des damit einher gehenden Urlauberaufkommens. Im Februar hat der Tourismus Management Club Bruneck dazu den bekannten „Skitourismus-Forscher“ Günther Aigner aus Kitzbühel eingeladen, der seine Forschungsergebnisse und Thesen präsentierte. Im Anschluss stellte Michl Ebner die Schnalstaler Gletscherbahnen und die Überlegungen von Athesia bei der Förderung des Gletscherskigebiets vor.

Referat des Skitourismus-Experten Günther Aigner

Aigner legte dar, dass es wie bei jeder Strategie darauf ankommt, auf die Zukunft vorbereitet zu sein, und dass dafür die vorhandenen Daten analysiert und richtig interpretiert werden müssen. Der schon lange prognostizierte Tod vieler Skigebiete ist bis heute nicht eingetreten und wird auch in den kommenden 20 Jahren nicht eintreten. Sehr wohl gibt es aber Trends und Veränderungen, auf die reagiert werden muss. Nachdem mit Deutschland der weltgrößte Skimarkt (14 Mio Skifahrer), der noch dazu selbst über zu wenig geeignete Strukturen verfügt, sich in unmittelbarer Nähe befindet, ist viel Potential vorhanden.

Direkt zur Live-Reportage springen.

Wer kann sich Skifahren in Zukunft noch leisten?
Im ersten Teil beleuchtete Aigner die Kostenfrage. Anhand verschiedener Studien und Daten über Lohn- und Kostenentwicklung kann man feststellen, dass die Kosten der Tageskarten in Skigebieten in den letzten 15 Jahren überdurchschnittlich gestiegen sind. Daraus folgt, dass Skisport langsam, aber sicher vom Volks- zum Luxussport wird, wie er es bereits in der 20er- und 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts war, bevor die Massenbewegung nach dem zweiten Weltkrieg einsetzte.

Skisport wird zum Luxussport. Immer weniger Menschen werden sich Skifahren leisten können.

Haben wir in Zukunft noch Schnee zum Skifahren?
Im zweiten Teil ging es um die klimatischen Entwicklungen und das Thema Schneesicherheit. Seit vielen Jahren werden Schreckensszenarien gezeichnet, die von Klimaerwärmung und damit dem Rückgang von Naturschnee und Temperaturen ausgehen. Der derzeitige milde Winter verstärkt dieses Gefühl noch. In Wirklichkeit aber – so Aigner – lässt sich durch genaue Studien und Messungen feststellen, dass die Winter im Schnitt in den letzten 30 Jahren sogar kälter wurden, und nur die Sommer heißer.

Das Klima bedroht den Skisport derzeit nicht. Fakten zeigen anderes Bild als pessimistische Prognosen.

Wie lange fährt der Mensch bereits Ski?
Im Schlussabschnitt ging Aigner auf die Geschichte des Skisports ein und brachte Beispiele von Moorfunden und Felszeichnungen, etwa dem „Skifahrer mit Hasenohren“ aus dem norwegischen Rodoy, der auf 2.600 v.Chr. datiert wird. Skifahren bedeutet seit je her Naturgenuss, Freiheit und Abenteuer, und das wird sich auch so schnell nicht ändern.

Seit 5.000 Jahren sind Menschen fasziniert vom Skifahren. Skisport bleibt auch in Zukunft in.

 

Lesen Sie hier unsere Live-Reportage inklusive der anschließenden Diskussion der Teilnehmer:



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