SiPost magazine

Pages

Categories

Social Media

Suche



Warum gutes Webdesign ein CD braucht

Warum gutes Webdesign ein CD braucht

Karin Fuchs
by
15. Dezember 2014
UX & Webdesign
No Comment

Form follows funktion. Usability. Responsive Design. Mobile first.
Das sind ein paar der meist verwendeten Begriffe, wenn es um modernes Webdesign geht. Ist ja auch grundlegend wichtig. Viele vergessen jedoch, dass dies lediglich die Anforderungen für das fertige Design sind. Doch worauf baut das Webdesign eigentlich auf? Logischerweise auf dem Erscheinungsbild eines Unternehmens. Hier stellt sich lediglich die Huhn-oder-Ei-Frage: existierte das Unternehmen vor seiner Website (z.B. Coca Cola) oder ist die Website selbst das Unternehmen (Beispiel Amazon.com)? Je nachdem wird das analoge Erscheinungsbild auf das digitale übertragen oder umgekehrt. Aber wie man es schon rauslesen kann: es braucht erst mal ein Erscheinungsbild. Und das nennt sich dann Corporate Design. Und fürs Protokoll: eine Unternehmenswebsite ist mittlerweile mehr als nur Mittel zum Zweck. Sie kann (und sollte) zu einem strategisch wichtigen Verkaufstool werden, wenn nicht sogar in Zukunft zum wichtigsten überhaupt.

Wer hat’s erfunden?
Kurz zur Geschichte: als Pionier des Corporate Designs wird Peter Behrens genannt. Der deutsche Designer und Typograf hat als Berater für die AEG Anfang des 20. Jahrhunderts das erste Mal ein einheitliches „Firmengesicht“ geschaffen. Und mittlerweile ist in der Marketing-Welt der Begriff nicht mehr wegzudenken. Branding heißt nun mal das Zauberwort. Und ein Unternehmen zur Marke werden lassen, zielgruppenspezifisch werben und die potenziellen Kunden emotional binden sind die Ziele. Einfach drauflos schreien klappt nicht. Nicht mehr. Und damit überhaupt die Chance besteht beim Konsumenten, beim User oder – wie im Tourismus – beim Urlauber Gehör zu finden, muss der Wiedererkennungswert gegeben sein. Wär‘ ja schade, wenn ich zweimal erfolgreich beworben wurde und man im Hirn diese zwei Werbebotschaften nicht miteinander verknüpfen bzw. demselben Unternehmen zuordnen kann. Damit das nicht passiert und weil der Mensch ein Augentier ist, braucht es ein einheitliches Design. Bestandteile reichen von Farben, Logo und Typografie bis hin zu einheitlicher Bildsprache, Architektur und sogar Haptik und Geruch.

Am Anfang war die Corporate Identity
Der Vollständigkeit halber: die Verpackung lässt den Inhalt vermuten. Insofern: das äußere Erscheinungsbild muss den „Unternehmens-Charakter“ vermuten lassen. Je besser das zusammenpasst, desto eher weiß der Kunde, was er erwarten darf. Ein Unternehmen sollte also seinen Charakter in Worte fassen können und sich seiner Ziele und Werte bewusst sein. Praktisch die Firmenphilosophie griffbereit haben. Dann ist auch der Weg für ein passendes Corporate Design geebnet.

Um Ihnen einen noch besseren Einblick und Überblick liefern zu können, wie das Zusammenspiel zwischen Corporate Identity, Corporate Design und am Ende einer Unternehmenswebsite funktioniert, haben wir hier unseren Leitfaden zum Nachlesen:

Das Problem: kein CD vorhanden.
Schwierig wird’s aber dann, wenn ein Unternehmen eine moderne und ansprechende Website möchte, jedoch kein stehendes Corporate Design aufweisen kann. Welche Farben soll man nehmen? Welche Version des Logos? Existiert das Logo überhaupt als saubere Vektoren-Datei? Und welche Schriften werden verwendet? … Oft ist es an diesem Punkt besser ganz am Anfang zu beginnen und zuerst das Corporate Design ordentlich aufzubauen. Denn die Entscheidung, mit einer neuen Website an den Markt gehen zu wollen, hat meist immer dieselbe Triebfeder: Optimierung & Vermarktung.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.