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Tourismuscamp 2014 – Wohin geht die Reise?

Tourismuscamp 2014 – Wohin geht die Reise?

Daniel Weger
by
28. Januar 2014
eTourismus, Tourismuscamp
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Barcamps sind im Jahr 2014 wahrlich keine Neuentdeckung mehr, ganz im Gegenteil: sie sind ein Pflichttermin in jeder Branche, wenn es um die Themen Vernetzung, Austausch, Fachsimpeln und Weiterdenken geht. Ein für unser Metier besonders wichtiger Termin ist das Tourismuscamp in Eichstätt, das sich um die Themen Online-Marketing und Tourismus dreht und und 2014 bereits zum 7. Mal veranstaltet wurde.

Rege Diskussionen beim TCe14

Das Programm kreieren sich bei Barcamps die Teilnehmer/innen selbst, und so entstand auch diesmal wieder ein bunter Themen-Mix, der in drei parallel stattfindenden Sessions diskutiert wurde: vom Umgang mit Leistungskennzahlen bis zur Optimierung von AdWords-Kampagnen, vom mobilen Traffic und Responsive Design bis zu Onlinebuchungslösungen für Kleinbetriebe, von der Erstellung von Image-Videos über den vermeintlichen Teufelskreis Buchungsportale bis hin zum obligatorischen Content Marketing und dem Thema Blogger Relations war für jeden etwas dabei.

In der mit „Die bittere Onlinezukunft“ betitelten Eröffnungs-Session wurden von Uwe Frers und Olaf Nitz folgende etwas pessimistisch angehauchte fünf Thesen aufgestellt:

I: Es gibt keinen kostenlosen Traffic mehr.
Die Big Player Google und Facebook bestimmen, wo es lang geht: Google platziert immer mehr eigene Inhalte auf der Seite 1 der Trefferlisten und drängt Unternehmenswebseiten zurück; bei Facebook gehen Reichweite und Interaktionsrate einer Unternehmenspage stetig zurück. Beide nutzen ihre Quasi-Monopolstellung und wollen über bezahlte Anzeigen (mehr) Geld für Sichtbarkeit und Auffindbarkeit.

II: Mobile konvertiert nicht.
Die Conversion Rates auf Smartphones sind schlecht, obwohl die Devices immer stärker genutzt werden. Nur bestimmte Segmente (Bussiness-Hotel-Buchungen, Restaurant-Tipps, App-Lösungen wie von Amazon oder Ebay) funktionieren richtig gut; für die Smartphone-Optimierung der Online-Angebote muss viel Geld in die Hand genommen werden.

III: Post-Privacy ist Realität.
2013 war das Jahr des NSA-Skandals, der die Online-Welt erschütterte. Die Reaktion von Nutzerseite: gegen null, das Ganze wurde ohne große Proteste hingenommen, Nutzerverhalten hat sich real nicht geändert. Zudem: Während die Datenschutzbehörden hierzulande jedem Anbieter, der personalisieren und vereinfachen will, das Leben schwer machen, haben amerikanische Anbieter freie Hand und dadurch Wettbewerbsvorteile.

IV: Fragmentierung und Monopolisierung führen zu Konsolidierung.
Jeder Webseitenbetreiber muss die Fragmentierung der Devices (von Desktop zu allen erdenklichen Formaten, von kleinem Smartphone bis zum Riesen-TV) verinnerlichen, enorme Kosten für Responsive-Anpassungen sind die Folge. Zudem werden die Big Player (Google mit Android, Facebook, auch Buchungsplattformen) immer stärker; für kleine Anbieter und Nischenbesetzer wird es auf dem Markt immer schwieriger, da sie gezwungen sind, diese totale Fragmentisierung mitzumachen.

V: Radikal digital.
Die Entwicklung hin zum Digitalen geht noch deutlich schneller, als man bisher geglaubt hatte, und die jetzt schon rasante Evolution wird sich weiter beschleunigen. Der Medienmix im klassischen Marketing dagegen hinkt noch hinterher, TV und Print sind noch immer überproportional abgedeckt. Nur einzelne Vorreiter setzen radikal voll auf Online-Vermarktung.

Die fünf Thesen generierten in der Session breite Diskussion, und Sichtweisen aus verschiedenen Perspektiven ließen Vieles an der Onlinezukunft auch nicht mehr ganz so bitter erscheinen. Fakt ist, dass professionelles eMarketing zunehmend an Bedeutung gewinnt und dass gutes Arbeiten mit guten Ergebnissen zugleich immer schwieriger und sicher nicht kostengünstiger wird.

Sie möchten mehr zum Thema „Professionelles eMarketing im Tourismus“ erfahren? Dann melden Sie sich einfach bei uns, gerne beraten wir Sie näher zu den entsprechenden Marketingmöglichkeiten.



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