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Social Media: praxisnahe Tipps für Tourismusbetriebe

Social Media: praxisnahe Tipps für Tourismusbetriebe

Daniel Weger
by
2. November 2013
eMarketing, Social-Media-Marketing
3 Comments

Im Rahmen der Messe „Hotel 2013“ veranstalteten HGV und SMG wieder das jährliche Social Media Forum, Thema diesmal: „Die Revolution geht weiter“. Ein interessantes Referat hielt dabei Alessandra Farabegoli, Social-Media-Beraterin aus Ravenna. Unter dem Titel „Social Media für touristische Unternehmen: 3 Schlüsselbegriffe und 9 gebrauchsfertige Ideen“ präsentierte sie sehr praxisbezogene Tipps, die wir hier kurz zusammenfassen. Zuerst wies Frau Farabegoli darauf hin, dass die Unterscheidung zwischen Online-Welt und Offline-Welt nicht mehr zeitgemäß sei: das Internet ist Teil unseres Alltags und gehört bei vielen Menschen zu den normalen Abläufen dazu. In diesem Bewusstsein soll jeder Tourismusbetrieb folgende kleine Vorkehrungen treffen:

  • den Gästen freies WLAN zur Verfügung stellen (ohne oder mit einfachem Passwort) und Aufladegeräte für Smartphones bereitstellen
  • immer wieder kleine schöne Bildmotive (Dekoration, Food) schaffen, damit die Gäste sie fotografisch festhalten und über die Social-Media-Kanäle teilen können
  • selbst lernen, mit einfachen Bildern und Schnappschüssen aus dem Haus und den Aktivitäten rund um das Haus Geschichten zu erzählen.
Häppchen zum Teilen auf Instagram

Bild: Alessandra Farabegoli

Der zweite Grundsatz von Frau Farabegoli lautete, dass man sich in sozialen Netzwerken von Person zu Person austauschen und auch als Betrieb möglichst in einem persönlichen Stil kommunizieren soll. Damit man hier richtig vorgeht, gelte es, folgende Vorschläge zu beachten:

  • nie auf Facebook (oder in anderen Netzwerken) mit einem Fake-Profil arbeiten, sondern sich immer als echte Person zeigen;
  • in einem neuen Netzwerk immer zuerst zuhören und verstehen, dann erst selbst aktiv werden und sprechen (wichtig ein umfassendes Social-Media-Monitoring zum eigenen Betrieb);
  • ein Identikit erstellen einer fiktiven Person, zu der und mit der man in der Social-Media-Kommunikation sprechen will: dadurch trifft man viel leichter den richtigen Ton und die richtige Sprache, die sich stark von der üblichen PR-Sprache unterscheidet.

Und zum Dritten sollte uns bewusst sein, so die Referentin, dass die Menschen viel weniger an uns denken und unsere Botschaften verfolgen, als es uns vielleicht lieb wäre. Deshalb gilt es, uns selbst aus der Perspektive des Gastes zu sehen und Folgendes zu beachten:

  • darüber nachdenken, was man für die wertvolle Aufmerksamkeit, die man erhält, im Gegenzug selbst bieten kann: online bedeutet dies z.B. exklusive Infos oder Angebote, dem anderen Sichtbarkeit oder Hilfestellung geben, gemeinsame Werte teilen;
  • sich hineinversetzen in die Perspektive des Gastes und die eigenen Online-Auftritte streng aus dessen Blickwinkel anschauen (etwa die eigene Webseite auf einem Smartphone aufrufen oder die Anfahrtsbeschreibung zu verstehen versuchen);
  • online nicht nur von deinem Betrieb, sondern vor allem von deinem Land erzählen: keine Angst haben, auf andere schöne Orte zu verweisen, sondern zeigen, was es zu entdecken gibt.

Und auch wenn man sich bei den Social-Media-Aktivitäten von seinem Herzen leiten lassen kann und in einem persönlichen Stil agiert, darf man nicht vergessen, auch die Statistiken anzusehen: hier gilt es, die Daten aus Google Analytics und aus den Facebook Page Insights lesen zu lernen, sie zu verstehen und auszuwerten, um eine noch bessere Grundlage für das eigene zukünftige Online-Verhalten zu haben. Sie möchten mehr zum Thema Social Media und Tourismus erfahren? Dann melden Sie sich einfach bei uns, gerne beraten wir Sie näher zum Thema Social Media und den entsprechenden Marketingmöglichkeiten.

Alessandra Farabegoli bei ihrem Referat in Bozen


3 Antworten

  1. Stephan Waltl

    3. November 2013, 06:31:38

    „sich hineinversetzen in die Perspektive des Gastes“ – welch ein Stehsatz 🙂 und dennoch ist und bleibt es der größte Fehler der Off- wie Online gemacht wird. gute, kurze Zusammenfassung … Gefällt mir!

  2. Wismut Breier

    5. November 2013, 15:04:41

    Vielen Gastronomiebetrieben sind die Möglichkeiten des Online Marketings noch garnicht bewusst. Die Leute Fotografieren das Essen aber meistens kann man allein am Foto nicht erkennen wo es gemacht wurde.

  3. Galager Carpendale

    8. November 2013, 21:30:10

    Herr Breier, ganz richtig! Dass hier noch niemand das Marktpotential entdeckt hat, wundert mich!



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