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Interface als Mittler zwischen Mensch & Maschine

Interface als Mittler zwischen Mensch & Maschine

Karin Fuchs

Ein Nachbericht zum Workshop „Interfacedesign“ in Berlin von Karin & Lilli.

9:15, ein frischer Donnerstagmorgen in Berlin auf dem Weg zur Miami Ad School: In einer Viertelstunde beginnt der 2-tägige Workshop „Interfacedesign“, organisiert vom Art Directors Club für Deutschland (ADC). Der Eingang ist ruhig gelegen in einem der unzähligen Hinterhöfe vom Stadtteil Schöneberg. Bereits hier treffen wir auf ein paar der Teilnehmer, freundliche Gesichter, nette Begrüßungen und schon bald ist klar, dass hier einige große Agenturen und Firmen vetreten sind, angereist aus ganz Deutschland, von Konstanz am Bodensee bis hin nach Hamburg, von Leipzig bis Berlin.

Begrüßt werden wir von Jens Schmidt, seinerseits Kreativdirektor und Seminarleiter, sowie Christoph Schäfer vom ADC und einem freundlichen, hellen und kreativen Schulungsraum der Miami Ad School inklusive einer Menge Snacks & Kaffee.

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Die erste angenehme Überraschung ist eine intensive Vorstellungsrunde. Jeder der insgesamt 19 Teilnehmer bekommt Zeit und Raum sich und sein Unternehmen vorzustellen. Dadurch war es auch gleich möglich das Erfahrungslevel der Teilnehmer, vorwiegend Kommunikationsdesigner, in Erfahrung zu bringen und war somit ein interessanter Start in das Seminar.

Tag 1

Responsive Design vs. native Apps, Wireframing und responsives Grid: Neben einem globalen Überblick über den Status Quo des mobilen Zeitalters bekommen wir einen Einblick in die Fülle der Informationen, die wir im Workshop behandeln werden. Wir beginnen mit der Erfassung des Problems: Was ist anders beim digitalen Mediendesign und was genau die Herausforderung:

Für Digitale Medien gestalten ist, als plane man ein Haus, dessen Größe man nicht kennt, das seine Form verändern kann, in dem mal zwei und mal zwanzig Bewohner wohnen und das sowohl durch die Tür als auch durch das Fenster betreten werden kann.

Besser kann es wohl nicht beschrieben werden. Daraufhin zeigt uns Jens Schmidt welches die wichtigsten Komponenten bei einem digitalen Produkt sind und sensibilisiert uns für die gesellschaftliche Bedeutung mobiler Interfaces mit einer Vielzahl an Beispielen, Studien und Statistiken. Zusätzlich zeigt er uns auf, wie groß auch das Potenzial an neuen Märkten ist, denn durch mobile Devices entstehen neue Möglichkeiten für Services und diese Tatsache sollte man beim Entwickeln mobiler Anwendungen immer im Hinterkopf behalten. Dieser Rundgang endet mit der Erkenntnis, was ein Interface im Grunde ist und immer bleibt: ein Mittler zwischen Mensch & Maschine.

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Nachdem in einem angrenzenden Café/Restaurant gemeinsam zu Mittag gegessen wurde, geht es dann am Nachmittag in medias res: Wir behandeln im Detail diverse Designkomponenten anhand von Beispielen, sprechen von Animationen und der Frage was nach flash kommt, über Skeuomorphismus im Webdesign bis hin zum Umgang mit Style Tiles und den verschiedenen Auflösungen. Auf diese Weise bekommen wir einen tiefen Einblick in die Komplexität des Themas Webdesign. Da die Atmosphäre sehr locker und die Teilnehmer sehr interessiert sind, entsteht auch beim ein oder anderen Thema eine lebhafte Diskussion. Fragen werden sofort aufgegriffen und ausführlich behandelt – somit hat das Seminar mehr Teamwork-Charakter als die Eigenschaften eines reinen Frontal-Unterrichts. Gegen Ende folgt dann die Praxis: analoges Layouten einer mobilen Verkaufs-Webseite in kleinen Gruppen.

Am Abend wurden wir dann vom ADC zu einem Getränk in einem angrenzenden Pub eingeladen. Lockere Atmosphäre mit guten Gesprächen, eine wunderbare Grundlage zum Netzwerken.

Tag 2

Am Vormittag wurden dann im Detail die Gruppenarbeiten vom Vortag analysiert. Im gemeinsamen Gespräch erkennen wir Schwachpunkte und bekommen konkrete Tipps & Vorschläge, das neu Erlernte einzusetzen, um ein optimales Nutzererlebnis für den User zu erreichen, sei es inhaltlich als auch technisch. Am Nachmittag gab’s dann ganz konkrete und sehr wertvolle Praxistipps: Umgang mit Schrift und Icons, welche Tools können wofür genutzt werden und wie sieht nun ganz konkret der ideale Workflow für ein Projekt aus, bei dem Interfacedesign eine zentrale Rolle spielt.

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Freitag,  18:00 Uhr, endete der Workshop und wir Designer verteilten uns wieder in alle Himmelsrichtungen. Abschließend kann man dem ADC zu solchen Workshops nur gratulieren. Sauber organisiert mit einer Fülle von Informationen und sehr praxisorientiert. Wir kommen gerne wieder 😉

Karin & Lilli



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