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Inhalt ist König. Die eigene Content-Strategie Trumpf

Inhalt ist König. Die eigene Content-Strategie Trumpf

Stefan Unterthurner
by
26. Juni 2012
Content-Marketing, eMarketing
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Wie heißt es doch so schön im Online-Marketing: Content is King. Zu Deutsch: Inhalt ist König. Und ja, so abgedroschen es auch klingen mag, aber ohne läuft eben nun mal gar nichts. Auch und vor allem seit Google Panda und Pinguin von der Kette ließ. Blöd nur, wenn man nicht weiß, woher Inhalte nehmen? Oder noch schlimmer: Welche Geschichten erzählen? Abhilfe schafft in solchen Fällen eine klar definierte Content-Strategie, welcher ein detaillierter „Bauplan“ zugrunde liegt. Na dann, ran an die Arbeit.

Das Fundament…

Damit die Tragmauern später nicht in Schieflage geraten, eines gleich vorweg: Natürlich wollen Sie das Netz mit Ihren Inhalten rocken. Keine Frage. Und freilich wollen Sie mit Ihrem Content Mitbewerber so richtig alt aussehen lassen. Gut so. Nur so verschaffen Sie sich Aufmerksamkeit. Bloß vergessen Sie im Eifer des Gefechts eines niemals: Sie sind nicht das Ziel Ihrer Online-Marketinganstrengungen. Was Sie inhaltlich interessant, spannend oder überzeugend finden, müssen nicht all Ihre Kunden gleichermaßen ansprechend finden. Als Profi Ihrer Branche genießen Sie einen weit unmittelbareren Blick auf die Dinge, die Sie tagtäglich umgeben, als es andere tun. Dieser direkte, persönliche Zugang fehlt womöglich vielen Ihrer Kunden. Und engt andererseits das eigene Sichtfeld oftmals sogar zu sehr ein.

Deshalb: Finden Sie – so banal es auch klingen mag – erst heraus, wer Sie sind. Oder wenn Sie den Prozess der Selbstfindung hinter sich haben: Vergessen Sie nie, für was Sie stehen. Seien Sie sich aber auch immer darüber im Klaren, wer Ihnen vertraut – oder dies nicht tut, obwohl Sie es gerne hätten. Dies sind die fundamentalen Fragen und Antworten, auf denen die Ausrichtung Ihre Inhalte fußt und den Gestaltungsprozess Ihres Contents fortwährend begleiten. Heute, morgen, im kommenden Monat, dem darauffolgenden Jahr…

Die Innenausstattung…

Ist die Marschrichtung, in welche es für Sie als Unternehmen gehen soll, erst einmal abgesteckt, gilt es herauszufinden, was in der Branche zu den von Ihnen besetzten Themen gesprochen wird. Und hier nun die gute Nachricht: In Zeiten von Social Media und einem marktbeherrschenden Suchmaschinenbetreiber, der – wie viele behaupten – mehr über uns zu wissen scheint, als wir selbst, ist dies leichter denn je.

Googles „Insights“, „Trends“ oder wie dergleichen Instrumente heißen, Online-Communities sowie eine Vielzahl mehr oder weniger hilfreicher Social Media Monitoring Tools machen erkennbar, wonach User im Netz suchen und worüber geplaudert wird, im Positiven wie im Negativen. Filtern Sie – ähnlich einem Inneneinrichter, der auf der Suche nach passenden Stühlen, Tischen und anderweitigem Mobiliar ist – heraus, was für Ihr Geschäftsmodell relevant ist und verknüpfen Sie die gewonnenen Erkenntnisse mit Ihrem Selbstbildnis als Unternehmen sowie jenem Bild, das Sie von Ihren Kunden haben. Oder bisher hatten.

Der Fassadenanstrich…

Aufbauend auf Ihrem klar definierten unternehmerischen Leitbild, kombiniert mithilfe von Online-Marketing-Tools oder etwa auch in persönlichen Gesprächen (offline Erhebungsverfahren) ermittelten Verlangen, Ängsten und Wünschen Ihrer Kunden, können Sie in einem nächsten Schritt weiter an der Ausrichtung Ihres Contents feilen.

Ein oft hilfreiches Mittel hierfür ist die Schaffung fiktionaler Charaktere, so genannter „personas“ (lat. Maske). Personas sind Prototypen einer Zielgruppe, zu deren statistisch erhobenen, demografischen Daten wie Geschlecht, Alter oder Einkommen sich ein Name, ein Wohnort, Wünsche, Hoffnungen und Ängste, eine Vergangenheit, eine Gegenwart sowie eine wandelbare Zukunft gesellen. Kurz und etwas überspitzt: Sie verleihen dem meist zu sachlich begriffenen Zielgruppenverständnis ein menschliches Antlitz, was Ihnen im Bestreben nach zielgruppengerechter Kommunikation weiter hilfreich sein wird. Also, sprechen Sie nicht mehr nur von Männern im Alter von 35 bis 55 Jahren mit einem Jahreseinkommen von soundso viel Euro sondern von Hermann, dem 52-jährigen Malermeister aus Bonn, der liebend gerne zweimal jährlich zum Wandern nach Südtirol reisen würde, was momentan jedoch an seiner bedrückenden finanziellen Lage und seinen beiden Enkelkindern, deren Babysitter er während der Sommermonate immer mal wieder ist, scheitert, etc., etc.

Schaffen Sie so viele „personas“ wie nötig und bilden Sie das Leben dieser fiktionalen Personen am besten samt Foto schriftlich ab, schließlich sollen Ihnen Hermann & Co. als unverkennbare Abbilder der eigenen inhaltlichen Ausrichtung dienen – der Außenanstrich Ihrer Content-Strategie, sozusagen.

Fazit

Hausbauen will gekonnt sein. Kommunikation genauso. Und wie die Konstruktion eines Gebäudes intensiver Planungsvorarbeit bedarf, so tut dies ebenso professioneller Informationsaustausch. Zu wissen, wer man ist und wen man anzusprechen versucht, sind die Grundvoraussetzungen, um mit bestehenden und/oder potentiellen Kunden erfolgreich in Kontakt treten zu können. Ein Fundament, das leider oftmals fehlt; ebenso wie die Einsicht zur Notwendigkeit, Wünsche aber auch Ängste am Markt auszumachen, diese ernst zu nehmen und in die eigene Content-Strategie zu integrieren. Wer aber ein klar definiertes Konzept verfolgt und darüber hinaus bemüht ist, dieses den sich fortlaufend ändernden Anforderungen des Marktes anzupassen, dem wird es leichter fallen, die Lücke zwischen jenem Inhalt, der einem als Unternehmen unmittelbar zur Verfügung steht, und jenem, den Kunden händeringend suchen, zu schließen. Produkte lassen sich so gleichermaßen treffsicher entwickeln wie Ihr Content, oder besser: Ihre ganz eigenen Geschichten.

Ihnen ist klar, für was Ihr Unternehmen steht und wen Sie erreichen wollen, wissen aber nicht, welche Möglichkeiten sich Ihnen im Web bieten, um Ihre Zielgruppe/n erfolgreich anzusprechen? Dann  kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne persönlich.

Bild: CC / jphintze



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