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Der Roboter hitchBot will per Anhalter durch Kanada reisen

Der Roboter hitchBot will per Anhalter durch Kanada reisen

Renate Hofer
by
29. Juli 2014
Social-Media-Marketing
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Es war einmal ein Roboter mit dem Namen hitchBot….

Nein, der Roboter hitchBot ist keine Märchenfigur, keine Comicfigur und auch keine bekannte Zeichentrickfigur. Nein, der Roboter hitchBot ist ein bekannter Roboter aus einem zurzeit laufenden sozialen Experiment in Amerika.

Das soziale Experiment entstand aus folgender Frage:“ Kann ein Roboter den Menschen vertrauen?“

Die beiden Wissenschaftler Dr.David Smith und Dr.Frauke Zeller, beide an kanadischen Universitäten tätig,  stellten sich diese Frage und kamen auf die Idee einen Roboter zu bauen. Ziel des Roboters ist es, allein durch Kanada zu reisen. Doch wie kann ein Roboter alleine Reisen?

Wie der Name schon sagt, trampt der Roboter durch Kanada. Der Name setzt sich aus „hitchhiker“ (Anhalter, Tramper) und dem Wort „robot“ (Roboter) zusammen.

Am 27. Juli begann die Reise für den Roboter hitchBot  am Insititute of Applied Creativity an der Ost-Küste in Halifax. Ziel der Tour ist die Stadt Victoria auf Vancouver an der West-Küste von Kanada.

Doch wie seht der Roboter hitchBot überhaupt aus?

Der elektrische Roboter sieht äußerlich aus wie der Mech-Droiden R2-D2 aus der Star-Wars-Saga. Der Roboter hitchBot ist auf sehr viel Hilfe angewiesen, daher darf er nicht zu groß sein und einem Menschen nicht zu ähnlich sehen. Daher besteht der Körper aus einer Kaffeemaschine, der Unterbau aus einem Hocker, die Arme aus einem Gummihandschuh und an den Füßen trägt der Roboter wasserdichte Regenstiefel. Die Größe des Roboters hitchBot entspricht ungefähr der Größe eines sechsjährigen Kindes und sein LED-Display stellt ein Art Gesicht dar.

Doch wie kann der Roboter hitchBot ohne Hilfe trampen?

Der Roboter hitchBot kann seine Arme bewegen damit er Autofahrer um eine Mitfahrgelegenheit bitten kann. Die Beine kann er allerdings nicht bewegen. Das bedeutet die Fahrer müssen den Roboter hitchBot in ihr Fahrzeug hieven und anschließend ordnungsgemäß anschnallen. Was die Menschen mit ihm machen sollen, wird auf seinem LED-Display dargestellt. Zudem kann der hitchBot sich per Mobilfunk oder WLAN mit dem Internet verbinden. Mit seinem eingebauten GPS-Modul, kann er sich orientieren und seinen weitern Weg planen. Desweiteren ist der Roboter hitchBot   mit einem Mikrofon,  einer Kamera und einem Lautsprecher ausgerüstet. So kann er Bewegungen und Sprachen erkennen und mit dem Fahrer selbständig kommunizieren, mit Hilfe eines Online-Lexions.

Wie können die Erfinder des Roboters seinen Weg verfolgen?

Auf der Reise könnte der Roboter ja einfach zerstört werden, überfahren werden oder plötzlich nicht mehr auffindbar sein. Alles kein Problem, die Forscher sehen, wo er sich befindet und ob er sich bewegt und zudem verfolgen sie seine Social-Media-Accounts.

Der Roboter hitchBot hat eigene Social-Media-Accounts?

Ja, Sie haben richtig gelesen. Der Roboter hitchBot hat ein Tagebuch, ein Twitter-Account, Profile bei Facebook und Google+ und ein Instagram Profil, in dem er Fotos postet, welche er mit seiner integrierten Kamera aufnimmt. Das Tagebuch schreiben seine Erfinder, aber alle anderen Accounts pflegt er selber.

So können seine zahlreichen Fans sehen, wo er sich gerade befindet. Wenn der Roboter hitchBot sich länger nicht bewegt, sollte ein Fan animiert werden an die Stelle zu fahren um zu sehen, was los ist.Bei einem heftigen Umwetter sollte ihn jemand mit nach Hause nehmen oder irgendwo in Kanada abholen.

 Und der Sinn des Ganzen besteht worin?

Normalerweise fragen sich die Menschen, ob Sie Roboter vertrauen können. Die Professorin für Kommunikationswissenschaft und Ihr Kollege David Harris und Ihr Team haben die Frage umgedreht. Zum einem wollen Sie die Diskussion stimulieren über Roboter, über Menschen und Technik. Zum anderen wollen Sie etwas über die Mensch-Roboter-Interaktion herausfinden. Diese Interaktion findet normalerweise direkt zwischen Mensch und Maschine statt. Zudem wollen Sie wissen, wie die Personen aus der Ferne mit dem Roboter umgehen. Denn der Roboter hitchBot ist in den zahlreichen sozialen Netzwerken schon sehr bekannt.

Desweiteren wollen Sie unterschiedliche Geschichten sammeln. Sie wollen die Menschen animieren, ihre eigene Anhalter-Erlebnisse auf ihrer Webseite zu posten. Doch die Menschen haben auch die Möglichkeit den Roboter ihre persönliche Geschichte zu erzählen. Der Roboter  hitchBot speichert anschließend mit ihrer ausdrücklichen Einverständnis ihre Geschichte.

Das spannende an der Geschichte…

Am Schluss muss der Roboter hitchBot  auf die Fähre nach Vancouver Island. Braucht der Roboter hitchBot  ein Ticket? Oder kauft jemand Ihm ein Ticket? Spätestens hier sieht man, wie gut sich Mensch und Roboter verstehen.

Verfolgen Sie jetzt selbst die spannende Geschichte in den sozialen Netzwerken 😉

 

 



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