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Content-Marketing à la McDonald’s

Content-Marketing à la McDonald’s

Stefan Unterthurner
by
7. Februar 2013
Content-Marketing, eMarketing
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Das mit der Innovation und Offenheit für Neues ist auch im Online-Marketing oft so eine Sache. Meist marschieren große Unternehmen mit mutigen Schritten voran. Nicht immer, aber vielfach, eilen sie den kleineren – personeller und struktureller Ressourcen bedingt – davon. Na gut, sollen sie doch, könnte man meinen. Und nicht selten hört man Kleinunternehmer sagen: Warum sollten wir da mitziehen, das tut der Großteil der Branche doch auch nicht? Schön, wenn’s so einfach wäre.

Eine Frage: Wenn die Mehrheit Ihrer Mitbewerber meint, mit schlechtem Content erfolgreiches Online-Marketing betreiben zu können, dann ist das doch kein Grund, ebenso auf schlechten Content zu bauen, oder etwa doch? Richtig: Nein. Und: Wenn die meisten ihrer Mitbewerber stolze Besitzer eines Twitter-Accounts sind, ihn aber nicht regelmäßig bedienen oder seinen Wert als Real-Time-Kommunikationskanal (hier ein Beispiel aus unserer Berufspraxis) nicht erkennen, dann ist das doch kein Grund, den eigenen Twitter-Account ebenso zu vernachlässigen, oder etwa doch? Richtig: Nein. Denn eines steht fest: Die Großen und Erfolgreichen Ihrer Branche tun’s garantiert nicht. Und genau hier wird’s zum Problem für klein- und mittelständische Unternehmungen. Ob ihrer Größe und enormen Reichweite fungieren Großunternehmen vielfach als Sozialisatoren. Ob sie wollen oder nicht, sind sie – auch und vor allem im Web – oft Wegbereiter eines umfassenden kulturellen Wandels, der sämtliche Geschäftsbranchen erfasst. Im Klartext: Durch ihr Tun verändern sie gesellschaftliche Denk- und Gefühlsmuster. Und zwar auch jene Ihrer (potentiellen) Kunden.

Ein Beispiel gefällig? Bitte sehr: McDonald’s. Und im Speziellen McDonald’s Kanada mit “Our Food, Your Question”. Via Facebook oder Twitter eingeloggte Besucher, können auf der Online-Plattform direkt an den Fastfood-Riesen gerichtete Fragen veröffentlichen. Fragen, auf die das US-Unternehmen öffentlich antwortet. Egal ob hilfreich, lustig oder kritisch.

So wundert sich etwa David G. aus Vancouver (hier geht’s übrigens zu Googles Übersetzungstool):

„Why do you remove the most nutritional part of the potatoe – the skin?“

Die Antwort von McDonald’s:

„Hi David. Fries without potato skin have been a consistent signature of McDonald’s. Our customers have come to expect perfect golden fries when they come to McDonald’s and that’s why we remove the peel. Thanks for asking.“

Doug C. aus Ottawa möchte wissen:

„Waht exactly is in your beef?“

Dazu McDonald’s im Wortlaut:

„Hi Doug. We’re glad you asked! Each beef patty is made from 100% Canadian beef, which we buy from our supplier Cargill, located in Spruce Grove, Alberta. We use only the shoulder, chuck, brisket, rib eye, loin and round in our beef patties. That’s it. No fillers, binders or additives. Just a pinch of salt and pepper added after cooking – and, of course, the great taste of 100% Canadian beef.“

Und Jake K. aus Saint Catharines fragt nach:

„Why do you put Monosodium Glutamate in your foods, which is a substance that is extremely addictive and adds artificial flavor?“

Die Antwort von McDonald’s:

„We do not add monosodium glutamate (MSG) to any of our products, Jake. However, we do use ingredients such as hydrolyzed plant protein and hydrolyzed vegetable protein, which are widely used in the food industry, and may cause reactions in individuals who are sensitive to MSG because of their glutamate content. A number of common food ingredients, found at grocery stores and in some of our menu items, such as tomatoes, parmesan cheese and mushrooms, also contain high levels of naturally-occurring free glutamates and may also cause reactions in MSG-sensitive individuals.
If you would like to find out more information about the ingredients in our food, please take a look at the FoodFacts PDF on our website.
Thanks for your question.“

Frage an McDonald's

Puh, da ist mitunter ganz schön harter Tobak dabei. Mit dem muss man als Marketingmanager und Kommunikationsspezialist erst einmal zurechtkommen. Bei McDonald’s Kanada hat man sich damit abgefunden, dass sich die Kommunikationsregeln zwischen Unternehmer (Angebot) und Kunde (Nachfrage) radikal gewandelt haben. Auf aufgeblähtes Marketinggeschwätz wird weitgehend verzichtet. Stattdessen bedient man Fragende mit umfassender, auf Fakten gestützter Information. Authentizität ist das Gebot der Stunde; Transparenz unerlässlich.

Fazit:

McDonald’s macht es vor. Deshalb: Legen Sie sich eine klar definierte Content-Strategie zurecht, wählen Sie mit Sorgfalt die passenden Kommunikationskanäle, um Ihre persönlichen Geschichten (Stories) an den Mann, die Frau zu bringen und ziehen Sie dem Burger-Riesen mit dem goldenen „M“ nach. Egal, was Ihr Nachbar so treibt.

Sie möchten mehr zum Thema Content-Marketing und der gewinnbringenden Verteilung von Inhalten im Rahmen modernen Online-Marketings erfahren? Dann  kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne persönlich.



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