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Am Anfang war der Content. Dann die Technik.

Am Anfang war der Content. Dann die Technik.

Stefan Unterthurner
by
2. Oktober 2012
Content-Marketing, eMarketing
3 Comments

Dass Content offline wie online die Grundlage erfolgreichen Marketings ist, ist wahrlich kein Geheimnis. Nichtsdestotrotz liegt dem Kommunikationsbestreben vieler Unternehmen keine klar definierte Content-Strategie zu Grunde. Wer sich aber im Gegensatz dazu sehr wohl einer solchen bedienen kann, der sollte sich in weiterer Folge mit der Frage auseinandersetzen: Welche Kanäle und Instrumente sind der Verbreitung meiner Geschichten dienlich? Schließlich vergessen viele schlichtweg, dass nicht die Technik den Inhalt vorgibt, sondern – man höre und staune – der Inhalt die Technik bestimmt.

1. Bestandsaufnahme

Um also auf der Grundlage Ihrer eigenen Content-Strategie die passenden Kommunikationskanäle zu wählen, sollten Sie sich zu allererst folgendes überlegen:

  • Welche Marketing-Kanäle haben Sie bereits eingerichtet oder nutzen Sie vielleicht sogar schon zum jetzigen Zeitpunkt, um Ihren Content an den Mann, die Frau zu bringen? Fragen Sie sich zum Beispiel: Auf welche Facebook- oder Twitter-Accounts, welche Blogs, Produktkataloge, Direct-Mailings etc. können Sie in Ihrer professionellen Kundenkommunikation jetzt sofort und unmittelbar zurückgreifen? usw…
  • Was muss sich mit Blick auf eben diese Kanäle ändern, um Geschichten – Ihre Stories – glaubhaft und effizient vermitteln zu können? Fragen Sie sich zum Beispiel: Reicht ein bestehender Twitter-Account oder Blog aus, um Gäste/Kunden/Leser zielgruppengerecht zu erreichen? Oder: Sollten Sie Ihren Kommunikationsstil auf Facebook ändern? usw…
  • Auf welche Kanäle können oder sollten Sie vielleicht sogar verzichten? Fragen Sie sich zum Beispiel: Wäre es angebracht, sämtliche Aktivitäten auf Facebook einzustellen und sich stattdessen voll und ganz auf einen einzigen Unternehmens-Blog zu konzentrieren? Macht es Sinn, den eigenen Blog einzustampfen, um sich vermehrt in den Sozialen Netzwerken zu engagieren? Oder: Kann letztlich beides Sinn ergeben? usw…

2. Klare Plan- und Zielvorgaben

Wenn Sie sich ein Bild von den bestehenden Kanälen mit all ihren Vor- und Nachteilen gemacht haben, sind Sie an den Punkt angelangt, an dem Sie Ihre Geschichte(n) mit den Ihnen zur Verfügung stehenden und den für Ihre Absichten erfolgversprechenden Tools verknüpfen können. Wesentlich dabei ist und bleibt: Verlieren Sie vorab gesetzte Zielvorgaben (z.B. Community-Building via Facebook für Fanpage zum Thema Wandern…) nie aus den Augen, ebenso wenig, wie die im Rahmen Ihrer eigenen Content-Strategie ausgearbeiteten Personas, also jene Personen, die Sie mit Ihren Inhalten zu erreichen versuchen (z.B. junge, wanderbegeisterte Familien…).

Denn: Sie können einen noch so detaillierten und am Papier verheißungsvollen Content-Plan ausgearbeitet haben, wenn Sie aber übersehen, dass sich die anvisierte Zielgruppe über den gewählten Kanal nicht ansprechen lässt, wird ihr Plan hinfällig. Ebenso kann es sein, dass Sie beispielsweise versuchen, zu viele Personas mit einem bestimmten Kanal anzusprechen. Unternehmen wie Red Bull, Dell oder Mercedes Benz (ein schönes Beispiel ist der MB-Fashion-Week-Twitter-Account) betreiben – unabhängig von ihrer Markenbekanntheit – nicht umsonst gleich mehrere Twitter-Kanäle.

3. Redaktionsplan

Im Anschluss daran entwerfen Sie einen detaillierten Redaktionsplan für jeden einzelnen Ihrer Kommunikations-Kanäle. Definieren Sie die Häufigkeit, mit der Sie Inhalte im Blog, auf Facebook etc. veröffentlichen wollen. Definieren Sie den Ton, den Sie in Ihren Beiträgen anschlagen wollen. Definieren Sie den Aufbau Ihrer Beiträge: Länge, Bilder ja oder nein, Videos, Links usw.

Je detaillierter die eigenen, redaktionell gestalterischen Vorgaben sind, desto leichter wird es Ihnen fallen, Ihre Zielgruppe regelmäßig mit relevantem und bestmöglich aufbereitetem Content zu versorgen. Allerdings: Verstehen Sie den Redaktionsplan nicht als festgeschnürtes Korsett. Im Arbeitsprozess selbst, also der direkten Kommunikation, werden Sie permanent vor neuen Herausforderungen – Gefahren wie auch Möglichkeiten – gestellt, für welche es sich mitunter sehr wohl auch lohnen kann, Kurskorrekturen am eingeschlagenen, inhaltlichen Weg vorzunehmen. Schließlich wissen auch Sie: Nicht die Technik bestimmt den Inhalt; es ist der Content, der die Marschrichtung vorgibt.

Sie möchten mehr zum Thema Content und dessen gewinnbringende Verteilung im Rahmen modernen Online-Marketings erfahren? Dann  kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne persönlich.

Foto: Chris Heiler



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